11/04/2026
Hallo und guten Morgen zusammen,
wir möchten mal kurz was loswerden:
In den letzten Tagen und Wochen, seitdem der Sprit- und Dieselpreis kontinuierlich durch die Decke gegangen ist, werden wir ständig gefragt, wann wir denn unsere Preise erhöhen. Wir könnten doch gar nicht mehr wirtschaftlich arbeiten bei dem Wahnsinn, der da an den Tankstellen bzw. weltweit passiert.
Antwort: Wir KÖNNEN unsere Preise nicht selbst erhöhen. Zuständig für Preiserhöhungen ist für alle Taxiunternehmen im HSK der Kreis. Wenn der neue Preise festlegt, müssen die von einem Fachunternehmen in unsere Taxameter programmiert werden und dann muss jedes Taxameter geeicht werden. Ob ein Taxameter geeicht ist (muss jedes Jahr durchgeführt werden), erkennt Ihr am Eichsiegel.
Somit sind also die Taxitarife seit dem 01.10.2022 wie folgt:
Fahrzeug bis vier Fahrgäste:
Tagsüber Grundgebühr = 4,30 Euro, km-Preis = 2,60 Euro
Ab 22.00 Uhr bis 06:00 Uhr und Sonn-/Feiertage Grundgeb. = 4,90 Euro, km-Preis = 2,70 Euro
Fahrzeug ab fünf Fahrgäste:
Tagsüber Grundgebühr = 7,30 Euro, km-Preis = 2,90 Euro
Ab 22 Uhr bis 06:00 Uhr und Sonn-/Feiertage Grundgeb. = 7,35 Euro, km-Preis = 3,05 Euro.
Auf Nachfrage beim zuständigen Mitarbeiter bei der Kreisverwaltung in Arnsberg wurde mir mitgeteilt, dass derzeit keine Preiserhöhung vorgesehen ist, da weder der Taxiverband noch irgendein Unternehmen einen Antrag auf Preiserhöhung gestellt hat (Stand 02.04.2026).
Ob das so bleibt, ist abzuwarten. Wenn eine Preiserhöhung erfolgen sollte, kann sich ein Taxiunternehmen dem nicht widersetzen.
Und genau da ist der Unterschied zu UBER: Die würfeln ihre Preise, liegen unter den örtlichen Taxitarifen. Wenn eine Fahrt vom Flughafen in Köln z.B. mit dem Taxi 30,00 Euro kostet, kann man davon ausgehen, dass der UBER für 25,00 Euro oder weniger fährt. Und wo steigt der Fahrgast ein? Beim Uber - weil: Geiz ist geil.
Aber was die wenigsten wissen: UBER ist nur eine Vermittlungsplattform. Die zahlen in Deutschland nicht einen Cent Steuern. Den muss der/die FahrerIn zahlen, der/die mit UBER zusammenarbeitet. UBER ist lediglich eine Vermittlungsplattform mit Stammsitz in den USA. Ein/e UBER-Fahrer/in arbeitet quasi selbständig, bekommt von UBER Fahrten vermittelt und drückt von diesen Fahrten Gebühren an UBER ab (ca. 26% des Fahrpreises). Der/die Fahrer/In muss sich selbst krankenversichern, rentenversichern (keine Pflicht), muss ein Gewerbe anmelden, muss hohe Beiträge zahlen hinsichtlich KFZ-Versicherung und trägt das gesamte Risiko, wenn was passiert.
Doof nur: Die meisten UBER-Partner/Innen pfeiffen darauf und machen, was sie wollen. Rückkehrpflicht = Fehlanzeige.
Und so gehen in den Städten immer mehr Taxiunternehmen vor die Hunde. Dabei ist das Taxi ein wichtiger Baustein des ÖPNV, Taxiunternehmen haben sehr hohe Auflagen, stehen aber auch für ein sehr hohes Maß an Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Ich wage zu bezweifeln, dass alle UBER eine der gewerblichen Personenbeförderung entsprechende Deckung in der KFZ-Versicherung haben. Ich wage auch zu bezweifeln, dass alle UBER jedes Jahr zum TÜV und zur BO-Kraft gefahren werden. Ich wage zu bezweifeln, dass UBER-Fahrer/Innen von ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten können - viele verschwinden nach einigen Monaten mit einem Berg von Schulden in der Versenkung.
Bei uns hier gibt es noch kein UBER, hier wird in einem fairen Wettbewerb gefahren und ich würde behaupten, dass auch der Zusammenhalt der Unternehmen im Sauerland gut ist.
Somit steht das TAXI für Qualität, Zuverlässigkeit, Kundenfreundlichkeit und Transparenz.
Ein schönes Wochenende allen.