Dem Schützenverein als Geleit
Die nachstehenden Zeilen werben um Verständnis, wie einst die Mitbegründer unseres Vereins unter persönlichen Opfern und nie verzagendem Mut für kommende Generationen einen Schützenverein gründeten und sich damit für alle Zeiten ein bleibendes Denkmal gesetzt haben. Zur Jugend vor allem wendet sich der Blick, auf dass auch in Zukunft in unserem Verein ein gesundes, a
rbeitsfrohes und nach alter Schützentradition stolzes Geschlecht erwachse, das nach altem Väter Brauch unserem Schützenverein die Treue hält. Lohstroh
Präsident
Wer von Berge kommend, der Landstraße entlang in Richtung Norden seinen Wanderstab setzt, durchquert das im herrlichen Buchenwald gelegene Stift Börstel. Im Stifte Börstel fand schon früher dem jetzigen Schützenfest ähnliches Scheibenschiessen statt, wo auch derjenige der die höchste Ringzahl hatte, König wurde, dies fand 1885 sein Ende. Der sehnlichste Wunsch der damaligen Börsteler Jugend, einen Schützenverein ins Leben zu rufen, ging leider nicht in Erfüllung. Als im Jahre 1920-21 die ersten Siedler in Hahnenmoor angestzt wurden, fühlte sich deren Jugend wie von aller Welt abgeschlossen, sie suchte Anschluss an ihre Artgenossen, und diese fand sie an der Börsteler Jugend. So kam man denn gemeinsam auf den Gedanken, einen Schützenverein zu gründen. Dieser Gründungsgedanke wurde am 12. März 1922 in die tat umgesetzt. An diesem Tage wurde unser jetziger Schützenverein Hahnenmoor-Börstel im Hause des Siedlers Keck, Hahnenmoor mit ca. 30 Mitgliedern, meist Börstelern, gegründet. Der Grundstein zu unserem Verein war gelegt. Gemeinsam wurde auf dem Grundstück des Siedlers Dietrich von Drehle Hahnenmoor ein Schiessstand errichtet. In der Gründungsversammlung wurden folgende Schützenmitglieder in den Vorstand gewählt:
Auf Vorschlag von Dietrich Keck wurde Georg Ackmann zum Präsidenten gewählt. Stellvertretender Präsident Willi Keck, Kassenführer Hermann Brockmeyer sen., Schriftführer Hermann Koste, Stellvertreter Ernst Strubbe. Das Zelt zum ersten Schützenfest wurde von Ladage Quakenbrück geliehen. Es musste von Ladage Quakenbrück mit Pferdegespannen geholt und auch zurückgebracht werden, eine für unsere heutigen Verhältnisse unzumutbare Aufgabe. Mit dieser Aufgabe kam aber zum Ausdruck, mit welchem Eifer, Energie und Zusammengehörigkeitsgefühl der junge Verein begeistert war, um gleich das erste Schützenfest würdig zu gestalten. Gewehre wurden von Schomaker, Westrum, geliefert, ebenso wurde zum ersten Schützenfest die Schützenfahne des Schützenvereins Westrum geliehen. Im feierlichen Zuge wurde zum 1. Schützenfest am 25. 6.1922 der letzte Schützenkönig von Börstel, Bernhard Diekmann, eingeholt.
1. Schützenkönig: Willi Ackmann, Königin: Luise Fischer
Das erste Schützenfest hatte der Verein gut überstanden. Sämtliche Mitglieder haben aber nichts unterlassen, um die Vereinstätigkeit voranzutreiben und das 2. Schützenfest noch würdiger zu gestalten.